Windows 8 für Administratoren: Fluch oder Segen? – Erste Tendenzen zeichnen sich ab

Nachdem nicht einmal die Consumer Preview veröffentlicht wurde, es aber dennoch sehr laut um Windows 8 geworden ist, habe ich mich dennoch dazu entschlossen einen Artikel zu schreiben der die Administration und Verwaltbarkeit von Windows 8 Clients umschreibt. Auch im Fokus auf die Umsetzbarkeit entsprechender Richtlinien für mobile Geräte (Smartphone, Tablets, Laptop etc.) mit dem neuen ActiveDirectory bzw. Gruppenrichtlinienmodell.

Zunächst einmal: Microsoft hat es den Administratoren zumindest wie die ersten technischen Previews darstellten, wesentlich leichter gemacht im Umgang mit dem Gruppenrichtlinien, dadurch das weitaus mehr Preselections und Voreinstellungen für moderne Arbeitsweisen mit Computern gemacht wurden. Und nicht mehr umständliches Herumgezerre im Active Directory vorhanden ist um jetzt beispielsweise eine Option dauerhaft auszublenden. Auch die ersten Einblicke in das Thema Dateisystem sind mit ReFS sehr vielversprechend im Hinblick auf Stabilität und Geschwindigkeit, welche für ein von Microsoft entwickeltes System ziemlich beachtlich ist.

Der Umstieg vom klassischen BIOS auf UEFI-Systeme erscheint ebenfalls logisch. Ob sich der Einsatz von UEFI in Hinblick auf Parallelinstallationen zu Linuxderivaten tatsächlich so aggressiv zeigt wie zumindest in der Vergangenheit von diversen Quellen berichtet, ist ebenfalls ein sehr spannendes Thema. Welches allerdings recht wenig Einfluss auf Produktivumgebungen in Unternehmen hat, 95% aller Richtlinien welche in Unternehmen verwendet werden halten sich nämlich nur an ein Betriebssystem (abgesehen von der IT natürlich). Von daher ist Dualboot im Moment eher unwichtig. Ich werde mich in naher Zukunft bei erscheinen der Customer Preview dennoch diesem Thema annehmen.

Ein wesentlich spannenderer Part wird jedoch die Integration von Metro in eine produktive Arbeitsumgebung. Wenn zumindest den Aussagen und bisherigen Berichten Glauben zu schenken ist, würde nicht nur auf den Windows 8 x86, x64 und ARM-Clients das Active Directory mitlaufen sondern wohl auch auf Windows Phone 8 welches ja wesentliche Bestandteile des Windows 8 Kernels beinhalten soll. Somit wäre der Kompromiss aus Verwaltbarkeit fürs eigene Business nur noch mit der Anpassung auf den Nutzer vorhanden. Und nicht so wie üblich: Richtlinien für den Client und Richtlinien für den Anwender. Aber nicht nur von der Aufteilung her wäre Metro praktisch. Auch für das Monitoring diverser Anwendungen könnte es sehr interessant werden. Das war es dann aber auch schon. Für mich als Entwickler bspw. ist die Metro-UI nur aufgrund der HTML5 Features und deren schneller Portierung auf andere Plattformen interessant. Kinect wird mittlerweile ja schon offen für Windows angepriesen und entsprechend propagiert: Aber die Frage ist ja wie nutze ich das Produktiv. Und vor allen Dingen im Unternehmen? Die einzige Chance die ich persönlich Metro für den produktiven Einsatz geben würde, wäre die intuitive und vor allen Dingen auch reaktionsschnelle Gewährleistung von Touchgesten und -tastaturen. Seitens Windows 8 wird dies auch umsetzbar seien. Jedoch sind Touchscreens auch für heutige Verhältnisse jedoch immer noch recht reaktionsträge und können mit 300 Anschlägen pro Minute eben nicht mithalten.

Der neue Windows Store (welcher als direkter Konkurrent zum Android Market und AppStore von Apple aufgestellt wird) wird was die Integration im produktiven Umfeld angeht auch recht interessant. Meine Tendenzen wie sich dies Entwickeln wird sind Folgende: Es wird einen abgespeckten Windows Store geben, welcher letztlich auf diverse Unternehmensrichtlinien und damit Unternehmen zugeordnet wird. So das der Endanwender Zugriff auf nur eine bestimmte Art an Apps bekommt um Sicherheitslücken in Unternehmensnetzwerken zu vermindern. Dies wiederum wird umgesetzt durch das “Profile To Go”-Feature welches ja die eigenen Einstellungen von Gerät zu Gerät überträgt und wiederum abgerundet.

Generell wird Security einen interessanten Aspekt bei den neuen Windows 8 Apps und Programmen liefern. Immerhin sieht es tendenziell immer noch danach aus, dass gewissermaßen alles virtualisiert werden soll. Mehr wird wohl wirklich nur die Consumer Preview zeigen. Wir werden einfach warten müssen was denn die Windows Server 8 Funktionen alles bieten werden.

Da die mir vorliegende Developer Preview mittlerweile praktisch gar keine Aussagen auf Windows 8 mehr zulässt, weil mit jeder weiteren Veröffentlichten Build welche über diverse Portale geleakt wurde, auch ständig Features ab und an gewandert sind, ist der gesamte Artikel selbstverständlich reine Spekulation. Auf diese ganzen technischen Spielereien wie USB 3.0, UEFI als solches und den Live-Tiles werde ich hier nicht eingehen. Ganz einfach weil das nur die logische Fortsetzung bzw. recht unspektakuläre Nachbildung von Konkurrenzprodukten ist. Und neue Technikstandards entsprechen ebenso nur einer Fortsetzung.

Somit kommen wir zu einem Ausblick: Was erwartet uns bei der Costumer Preview? Ich werde einen großen Test machen der unter anderem auch die CMD und die PowerShell von Windows 8 unter die Lupe nimmt. Abgesehen davon werde ich mich durch das Active Directory wühlen und auch ein wenig die Streamingfähigkeiten des Clients testen. Wann es denn soweit sein wird? Nach Release der Consumer Preview am 29.2.2012!

Was haltet Ihr von den für Windows 8 angekündigten Features?

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