Jobs for Future 2012

Wie jedes Jahr fand auch 2012 wieder die Jobs-for-Future Messe in Mannheim statt. Die seit 2001 veranstaltete Messe wurde wieder einmal auf dem Maimarktgelände gehalten, wo knapp 300 Aussteller ihre Perspektiven, Konzepte und Angebote vermittelten. In den drei Tagen vom 1. bis zum 3. März zählten die Veranstalter 40.000 Besucher. Neben vielen Unternehmen waren dieses Jahr unter anderem auch die IHK, die Handwerkskammer, die Agentur für Arbeit, diverse Hochschulen und mehrere Universitäten vertreten. Es gab haufenweise Stellenangebote und Vermittlungsmöglichkeiten, diese wurden teilweise mit Aktionen wie Beilwerfen (Netzwerk Fortbildung – Treffen Sie ins Schwarze), einem echten Linienbus zum betreten und verschiedenen Gewinnspielen, wie man es aus Messen gewohnt ist, beworben.

Der Eingang führte durch ein Vorzelt in einen Rundgang, welcher diverse Aussteller beherbergte, in die eigentliche Halle, in der ein Großteil der diversen Einrichtungen und Firmen aufgestellt war. Hier gab es auch einen stark bedrängten Essens- und Getränkestand in dem wir uns einen Kaffee gönnten. Gestärkt setzten wir unsere Reise durch die Halle fort.

Die Messeangebote waren meist auf Schulabgänger und Jobsuchende ausgerichtet. Jeder Stand verfügte über kompetentes Fachpersonal das ausgiebig informierte und teilweise tief in die Geschäftsprozesse blicken ließ. Die – zu meiner Überraschung – stark praxisorientierte Beratung wartete mit vielen Übungen und Arbeitsschritten aus alltäglichen Situationen auf. Hier hat beispielsweise die Firma SLV Mannheim interessierten Menschen das Schweißen nähergebracht, hinter einer Schutzscheibe konnte man dann das Ergebnis und die Entstehungsprozesse bewundern.

Auch Lidl hatte sich was einfallen lassen, mit einem echten Förderband und einer Kasse, wie sie auch in den regulären Märkten vorzufinden sind, führte man die Leute an das Kassieren heran. Die Teilnehmer wurden hinter die Kasse gesetzt, bekamen einen Musterwarenkorb aufs Band gestellt und durften diesen dann mit begleitenden Worten über den Scanner ziehen. Als Gegenleistung für das Interesse und die erbrachte Leistung wurde einem dann eine Tüte mit diversen Artikeln geschenkt.

Für die Menschen die sich ihre eigene Existenz aufbauen wollen war auch etwas dabei, so informierte die Agentur für Arbeit über aktuelle Zuschüsse und Optionen und die B3C Gruppe verloste sogar Teilnahmen an Existenzgründerseminaren. Weitere Firmen mit praxisorientiertem Aufbauten waren die ThyssenKrupp AG, die an einer Apparatur die Arbeitsweise des Mechatronikers veranschaulichten oder die vielen medizinischen Einrichtungen, welche an Puppen und Modellen die Lebensrettenden Erste-Hilfe Maßnahmen erläuterten. Hier sind zwei Prominente Aussteller zu nennen bei denen der Andrang besonders groß war, das Universitätsklinikum Mannheim, mit verschiedenen Ständen der Fachrichtungen und das Klinikum Ludwigshafen. Bei den Mannheimer Ständen durfte man sich verschiedene Proben unter dem Mikroskop ansehen und wurde eingehend über die Karrieremöglichkeiten im medizinischen Berufsstand informiert. An dem Ludwigshafener Stand konnte man live die DNA einer Kiwi extrahieren und der Aufbau und Ablauf in einer Radiologie wurden erklärt.

Neben den diversen medizinischen Berufen und Fachrichtungen gab es auch so manchen Pflegestand. Besonders ins Auge gefallen ist hier das fehlende Interesse der Besucher, vor allem bei der Altenpflege gab es so gut wie keine engagierten Besucher. Dieses traurige Beispiel harmonisiert leider mit dem allgemeinen Interesse in der Gesellschaft gegenüber diesem Berufszweig.

Die vertretenen Schulen und Hochschulen warben hauptsächlich für ihre eigenen Studiengänge und die Duale-Berufsausbildung sowie das Berufsbegleitende Studium. Sie luden zu Schnupperkursen und Informationsveranstaltungen ein. Auch die Polizisten, Feuerwehrleute, Landschaftsgärtner, Friseure, Verkäufer jeder Art und Mediengestalter waren auf dem Plan.

In den verschiedenen Infoforen wurden weiterhin knapp 140 Veranstaltungen in Form von Vorträgen, Seminaren und Präsentationen abgehalten. Insgesamt gab es auf dem Gelände 5 dieser Foren, welche man an einem Aufsteller mit dem Tagesprogramm und den vielen Stühlen die in mehreren Reihen angeordnet waren, erkannte. Hier standen unter anderen die SEW Eurodrive (Ausbildung oder weiter Schule?), H&M (Karrieremöglichkeiten), Uni-Klinik Mannheim (Medizinisch technischer Radiologieassistent), Handwerkskammer Rhein-Neckar (Reich werden im Handwerk) oder das Institut für Waldorfpädagogik (Kunst + Pädagogik) auf dem Plan. Meist wurden mit Hilfe eines Beamers verschiedene Präsentationsfolien, begleitet von einem Sprecher präsentiert, der nach dem Vortrag noch Fragen entgegennahm.

Die beiden großen Lehrstellen- und Jobbörsen wurden von der IHK und der Agentur für Arbeit gehostet und waren ein sichtlicher Erfolg für die Aussteller.

Insgesamt war die zwölfte Jobmesse, welche die größte für Arbeit, Aus- und Weiterbildung in Süddeutschland ist, ein voller Erfolg. Es wurde Umfangreich Vermittelt und Informiert, hieraus wird sich mit Sicherheit die ein oder andere feste Arbeitsstelle bilden. Auch die Veranstalter ziehen wieder einmal ein sehr gutes Resümee in ihrer Schlussbilanz.

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