Google Wallet: Fluch oder Segen?

Google wirbt mit dem sicheren “Überall”-Geldbeutel mit dem man sogar ohne den Geldbeutel zu zucken bargeldlos bezahlen kann. Vorerst geht das natürlich erst einmal nur mit den Google-Produkten wie dem Android Market für Apps und einigen Herstellern und Firmen welche sich allerdings allesamt im amerikanischen Raum aufhalten.

Das Google allerdings nicht viel von außeramerikanischen Märkten hält, sieht man bspw. schon auf der offiziellen Google Wallet Seite, welche sich noch komplett ohne eine internationale Anpassung zeigt, nämlich komplett auf Englisch. Abgesehen davon werden derzeit sämtliche Android-Entwickler dazu genötigt zur Google Wallet zu wechseln, andernfalls wird deren App aus dem Android Market geworfen. Aber dies sollte keine Hürde sein die Vorteile und Nachteile des Android-basierten Geldbeutels zu entdecken.

Kommen wir also zunächst zu den Vorteilen des Wallets:

  • Bargeldlose Bezahlung
  • Simplicity: Ein einheitlicher Bezahldienst im Internet
  • Einfache Handhabung: Durch NFC (Near Field Communication) ist es möglich auch (in der Theorie) möglich im Supermarkt oder beim Bäcker bargeldlos und schnell zu bezahlen
  • Sicherheit: Einfaches Sichern des Geldbeutels vor Diebstahl (oder Skimming)
  • Preisnachlässe: Angebote und zusätzliche Dienstleistungen würden viele Kaufhäuser anbieten

Die Nachteile sind folgende:

  • NFC: Im Moment sieht das zwar sehr sicher aus. Allerdings ist das lediglich ein Protokoll bzw. ein Industriestandard, welcher bis auf 3 Meter Entfernung bargeldlos bezahlen kann. Und aus meiner mittlerweile 5 jährigen Erfahrung als Entwickler kann ich nur sagen: “Es dauert nicht mehr lange bis NFC unproblematisch  gehackt werden kann. Und es wird dann auch erst einmal üblich sein Leute mit Laptops in Fußgängerzonen zu meiden und einen sehr großen Bogen um diese zu machen. Alles was aus Nullen und Einsen besteht ist nach einer gewissen Zeit auch schon gehackt worden. Dafür spricht auch die Resignation der Entwicklung von Hochsprachen und dem Hang zu den Objektorientierten Sprachen, welche generell einfach unsicherer sind.
  • Akzeptanz: Bis das Google Wallet auch von wirklich allen im Alltag relevanten Einzelhändler akzeptiert wird vergehen mehrere Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte
  • Kreditkartenpflicht: Wie in einem früheren Artikel schon erwähnt sind Kreditkarten hierzulande noch äußerst unüblich. Um alleine schon diese Hürde zu meistern müsste sich Google entweder Anpassen und bspw. Inlandsüberweisung anbieten oder einfach die Zeit überdauern bis sich Kreditkarten hier etabliert haben.

Insgesamt könnte Google Wallet das Potential haben sich als Zahlungsmittel zu etablieren. Allerdings sollte dann zunächst auch an der Sicherheit gearbeitet werden oder einen “analogen” Handshake etablieren welcher das Einkaufen mit dem Wallet auch sicherer macht.

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