Google+ – Das Netzwerk mit Mehrwert?

Zunächst eine kleine Aufstellung: Mittlerweile haben wir von den meist genutzten sozialen Netzwerken insgesamt 3 Spitzenreiter: Facebook, LinkedIn und Twitter. Während Facebook zu dem klassischsten der sozialen Netzwerke gehört, mit den bekannten Merkmalen wie einem umfangreichen (vorwiegend privaten) Profil, Unternehmensseiten und jeder Variante an Gruppen und anderen Fanpages, ist LinkedIn demgegenüber ein Facebook für Jobber, Unternehmer, Freelancer und Selbstständige. Mit einer Ausnahme: Man spricht Englisch. Englisch sprach man eine zeit lang auch auf dem Microbloggingdienst Twitter, welcher sich nach einiger Zeit dann aber doch für eine Internationalisierung und einen hohen Grad der Multilingualität entschied.

Wozu sollte man dann aber ein weiteres Netzwerk gebrauchen? Google Plus macht im wesentlichen keine Unterschiede zu dem aktuell in Nutzerzahlen noch weit überlegenen Facebook mit derzeit etwa 850 Millionen Usern. Es gibt ein ambivalent zum „Like“-Button nämlich den „+1“-Button, welcher eigentlich überall verwendet werden kann und mittlerweile auch im Großteil des Internets anzutreffen ist. Abgesehen davon gibt es auch noch den Stream bzw. die Streams. Ein weiteres Ambivalent zur Wall von Facebook.

Die Nutzer von Google Plus umschreiben das Netzwerk größtenteils selbst im Moment noch als elitären Platz von kulturellem und politischen Nutzen. Auch der immense Output von Apps ist hier gehemmt worden und wirkt keineswegs störend im Stream. Google+ wirkt aufgeräumter als Facebook mit gefühlten Zigmilliarden Werbeanzeigen und Meldungen die man gar nicht sehen will. Ich persönliche vermute ja das Google+ einfach ein kleines Filtersystem über den Output der User gelegt hat, damit solche Banalitäten ala „Wann wirst Du sterben?“, „Wie wird dein Tag heute?“, „Was lernst Du eines Tages?“, „Wie viel Geld wirst Du einmal besitzen?“ einfach nicht im Hauptstream bzw. im Stream der „angesagten“ Beiträge auftauchen. Wer möchte kann sich ja immer noch seinen eigenen Stream zusammen basteln in dem nur noch solche Fragwürdigen Meldungen auftauchen. Wenn sich genug Leute melden kann daraus ja ein kleiner Contest gemacht werden.

Google+ ist also aufgeräumter und hat mittlerweile ein doch recht breites Publikum (ca. 100 Millionen User). Aber ist das Grund genug sich bei Google+ anzumelden?

Was eventuell ein Grund sein könnte, wäre die Gestaltung der Nutzerverwaltung: Die sogenannten “Kreise” oder auch “Circles” erleichtern es einem spielerisch, die aus Facebook bekannten Listen zu gestalten, aber auch Themen, Seiten und Personen zu “abonnieren” und sich ähnlich wie bei Twitter seinen eigenen Newsfeed zusammenzustellen. Wobei dies bei mir nicht unbedingt viel Unterschied macht ob ich meine Interessen jetzt in Kreise oder in Listen schiebe. Aber zumindest versucht man hier einen Alternativen Weg zu finden und versucht diese auch entsprechend oft zu erklären.

Ja es vergeht im Prinzip kein Tag bei Google+ in dem keine Tutorials für die Nutzung mit Google+ im Stream der angesagten Beiträge erscheinen. Zuerst habe ich diesen Umstand für eine Farce bzw. eine Verzweiflungstat von Google empfunden. Mittlerweile ist mir aber klar, dass dies Teil des Konzeptes ist. Im Gegensatz zu Facebook wird hier intensivst auf Änderungen eingegangen und diese Information auch allen Nutzern zur Verfügung gestellt. Facebook dagegen hat sich darauf beschränkt seine Änderungen entweder überhaupt nicht oder nur rudimentär zu begründen, dafür will man jedoch auf seine eigene Vorstellung des Datenschutzes pochen. Google macht dies zwar auch, allerdings unterstützt das Netzwerk dennoch seine Nutzer bei der Verwaltung der eigenen Daten. Das Zusammenlegen der Datenschutzbestimmungen von Google war ohnehin nur eine Frage der Zeit, und entweder man lebt damit oder eben nicht.

Wir sind übrigens auch bei Google+. Und selbstverständlich auch bei Twitter und Facebook. Wenn Euch der Artikel also gefallen hat, erzählt von uns. Oder unserem Gewinnspiel.

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