ABAP Tutorial Teil 2: Am Anfang war das DATA…

Zunächst starten wir den wirklich einfachen Grundteil mit den Datenelementen. Selbstverständlich kann ABAP mit jeglichen Datentypen und Elementen umgehen welche auch in allen anderen Sprachen zur Verfügung stehen. Von normalen Strings bis zu numerischen Zeichenketten und Bitstreams kann ABAP mit allem umgehen.

Aber wie wird grundlegend ein Programm bei ABAP aufgebaut? Das ist kein Hexenwerk. Es kann aber etwas verzwickt werden sobald man eigene komplexe Definitionen errichtet. Wie schon im vorigen Teil erwähnt kann bei ABAP jede Form von Datentyp bzw. Datenelement definiert und sogar komplett neudefiniert werden.

Also gehen wir jetzt einmal in einen klassischen Deklarationsteil:

DATA testvariable TYPE char4.

Was ist hier passiert? Wir hatten Glück und der Datentyp CHAR4 ist schon im SAP-System vorhanden, das sollte er auch, alles andere wäre jämmerlich. Also haben wir jetzt einen normalen Character mit 4 Stellen. Wir erweitern das Ganze einmal ein bisschen:

DATA:   testvariable TYPE char LENGTH 4,
        testvariablezwei TYPE numc4,
        testvariabledrei TYPE int4.

Ab jetzt gibt es schon ein wenig mehr zu erklären:

1. Der Doppelpunkt impliziert dem Compiler bzw. der SE80 das hier mehrere Befehle auftauchen werden.
2. Die Kommata definieren die unterschiedlichen Befehle. In unserem Falle die Deklaration, also die Bekanntmachung der Datentypen welche im laufenden Programm verwendet werden können.
3. LENGTH hat im Prinzip den gleichen Sinn wie wenn wir CHAR4 geschrieben hätten, LENGTH ist aber eine Art Fallback um einerseits sicherzustellen dass das Datenelement wirklich nur 4 Zeichen hat und andererseits um bei Datenelementen unbekannter Länge einen Stellenwert zu definieren.

Nun kann man allerdings die Variablen mit Inhalten vorbefüllen. Dies erreicht man mit einem einfachen VALUE. In der Praxis sieht dies so aus:

DATA testvariable TYPE char4 VALUE 'TEST'.

ABAP ist etwas störrisch und syntaktisch eigenwillig was das Angeben von Zeichenketten oder absoluten Werten angeht und möchte darum immer jeweils ein Anführungszeichen vor und hinter dem neuen Variableninhalt. Unter anderen Umständen wie bei dynamischen Select-Statements ist noch etwas tiefer in die Trickkiste zu greifen, aber dazu komme ich in einem weitaus fortgeschritteneren Teil.
Apropos absolute Werte: Selbstverständlich ist es auch möglich Konstanten zu deklarieren und zu befüllen. Dies geht mit:

CONSTANTS: testkonstante TYPE string VALUE 'IchbinKonstant!'.

So weit, so gut. Im nächsten Teil des ABAP Tutorials werde ich endlich dazu kommen interne Tabellen zu erklären. Und zwar auch so dass sie auf aktuelleren System lauffähig sind. Also keine obsoleten Befehle verwenden.

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