6 Tipps für das perfekte Profil – Der Boxedpages-”Social Media Style Guide”

Soziale Netzwerke sind nur etwas für profilierungssüchtige Konsum-Zombies und unüberlegt handelnde Leute? Das war vielleicht einmal so. In Zeiten der Anonymität, in Zeiten der vielen kleinen und großen Netzwerke und Chatrooms, in Zeiten in denen der Traum des kollektiven Handelns noch nicht vorhanden war. Also vor ungefähr 5 Jahren.

Nun ist alles anders. Das eigene Handeln im Netz wird zunehmend personalisierter, einfacher, aufwändiger aber auch verantwortungsvoller. Egal ob gegenüber dem Arbeitgeber, einer neuen Bekanntschaft oder einfach der eigenen Familie: Plusse, Likes und Tweets müssen nicht, aber sollten, gerechtfertigt werden können. Immerhin kommt eines Tages mit Sicherheit der Punkt an dem man eventuell angesprochen wird auf eventuelle Einträge und man sich im Nachhinein doch überlegen sollte warum man denn hier oder da, den ein oder anderen Like gesetzt hat. Denn Partizipation ist alles: Ob es sich um ein Foto handelt, ein Musikstück, einen interessanten Artikel, ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Website oder eine politische Einstellung, überall wird heute von den drei Großen getrackt und dies wird auch nach und nach mehr sichtbar. Aber Angriff ist eben die beste Verteidigung, aus jenem Grunde haben wir eine progressiven und nachhaltigen Social Media Style Guide geschrieben. Egal ob Facebook, Google+, oder Twitter Profil: Diese Tipps helfen Euch bei dem Umgang mit der eigenen Präsentation und dem schnellen abwägen langfristiger Entscheidungen. Nämlich der kleinen Likes und Plusse.

  • Don´t act like an Idiot! – Sich wie ein Idiot aufzuführen geht in sozialen Netzwerken schneller als es einem Lieb ist. Ein unüberlegter Tweet, das Liken eines sexuell anrüchigen Bildes oder das Plussen eines politisch nicht ganz korrekten Artikels geht schnell und geht im Fluss der endlosen Informationen ebenso leicht unter.
  • Warum eigentlich? – Ja. Diese Frage sollte man sich immer wieder stellen. Muss denn meine Friendslist es unbedingt wissen dass ich bspw. mich für Rezepte für Kartoffelsalat interessiere oder ich ein Video gesehen habe bei denen ein Hase überfahren wird? Informationsgehalt und Nutzen für das eigene Netzwerk sind stetig abzuwägen.
  • Wo möchte ich einmal hin? – Kann ich vergangene Tweets, Likes und Plusse auch in Zukunft vor meinem Arbeitgeber noch rechtfertigen? Das Headhunter und Recruiter unterwegs sind ist allgemein bekannt. Zwar wird den sozialen Netzwerken zumindest hierzulande noch nicht ein so großer Fokus auf Social Networks gelegt, aber dennoch sind einige Fälle in der Vergangenheit bekannt geworden bei denen bspw. jemand einen Job aufgrund diverser Facebook-Postings nicht bekommen hatte oder er wegen einer unüberlegten Aussage auf Twitter abgemahnt wurde. Was viele jedoch nicht sehen. Dies kann man auch zu seinem Vorteil nutzen. Warum sich nicht so präsentieren wie man auch tatsächlich gesehen werden möchte. Echte Interessen bekanntgeben und nicht nur marginale Kleinigkeiten welche einem im sozialen Umfeld witziger, flippiger oder cooler wirken lassen. Das bringt letztlich niemanden was und verstärkt den Effekt eines kollektiven Einheitsbreis. Abgesehen davon lassen die schnelllebigen Beziehungen der zumindest jüngeren Generationen den Schluss zu, dass auch Freundschaften nicht mehr als langfristige Bindung anzusehen sind. Also ist es im Umkehrschluss auch nicht Wert aufgrund eines persönlichen Gefallens das eigene langfristige Ansehen zu schädigen.
  • Was veröffentliche ich da gerade? – Habe ich den Inhalt richtig verstanden? Oder geht es mir nur um eine zentrale Aussage welche aber nicht unbedingt in Verbindung mit dem Autoren gebracht werden sollte? Egal was veröffentlicht wird: Es geht immer darum auch im Nachhinein noch zu wissen warum man dies getan hat. Funktionen wie die Facebook Chronik kramen auch noch 3 Jahre alte Likes heraus und da ist es eben wichtig auch festzustellen warum dies geschah.
  • Können andere damit leben? – Respekt und Toleranz ist wichtig. Auch in sozialen Netzwerken. Und wer austeilt muss auch einstecken können. Und so ist dies eben auch beim Plussen eines Videos oder eines politisch brisanten Artikels. Man sollte auch das Rückgrat haben sich zu rechtfertigen. Und das unter Beachtung Aller im eigenen Netzwerk. Immerhin möchte man ja auch nicht von jeder Seite verärgert werden durch die Postings welche andere von sich geben.
  • Plage dein Netzwerk nicht mit Offensichtlichkeiten – Es ist schön wenn man, insbesondere bei Freundschaften welche nach langen Jahren durch Social Networks wieder etablieren konnte, etwas hört, aber auch hier gilt: Wie erträglich gestalte ich den Kontakt? Und wir nehmen über den Tag hinweg in Social Networks ständig Kontakt auf. Bei einem Freundeskreis von knapp 200 Leuten sind dies am Tag rund 1000 Kontaktaufnahmen welche subliminal, also unterbewusst stattfinden nur durch das betrachten des Feeds, der Wall oder den Beiträgen. Und wer ist wohl der seriösere Ansprechpartner? Derjenige der mehrere Male am Tag ein Horoskop von sich preisgibt oder eher jemand der sich engagiert und ein wenig aus seinem Alltag berichtet?

Wir konnten Euch die Facebook Chronik nicht deaktivieren oder verschönern, den Twitter Account übersichtlicher oder Google+ zugänglicher machen, aber wir hoffen dass diese 6 einfachen Regeln, welche man auch gerne mit W-Fragen ersetzen darf (Wer? Wie? Wo? Was? Warum?), Euch grundlegend nahelegen konnten warum Social Media einen immer wichtigeren Fokus einnimmt und der Umgang damit geübt sein sollte. Ob es denn Richtung Social Scoring gehen wird, wagen wir zwar eher zu bezweifeln. Aber der soziale Aspekt wird auch gesellschaftlich in Zukunft einen immer größeren Fokus einnehmen und nur die Leute können sicher in eine Zukunft blicken, welche auch wissen weshalb sie etwas gepostet haben.

Nachtrag: Selbstverständlich würden wir uns auch freuen wenn Ihr Euch per RSS, Facebook, Google+ oder Twitter mit uns verbindet.

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