Unsichtbar im Internet: Vor Googles Augen verschwinden – Part 1

Anonym im Internet - © Schemmi / PIXELIO

Anonym im Internet - © Schemmi / PIXELIO

Vollständige Anonymität im Internet ist praktisch nicht mehr umsetzbar und jeder Dienst und jede Webseite kann mein Surfverhalten nachvollziehen? Das ist nicht ganz richtig. Mit mittlerweile erheblich viel Aufwand kann man sein Gesicht vor dem Internet verbergen und ohne Probleme anonym surfen.

Praktisch auf jeder größeren Website und auch auf kleinen Blogs (wie bspw. diesem hier) ist ein kleines JavaScript Snippet eingebunden welches Herkunft, Nation, und die Dauer des Aufenthalts einer Website speichert. Wir reden hier selbstverständlich von Google Analytics. Letztlich dient das Ganze dem Monitoring für den Blog, die Website oder den Webshop. Als solches also nicht unbedingt außergewöhnlich, immerhin möchte man seine Resonanz im Web auf irgendeine Art und Weise hinterfragen und das Verhalten der Besucher was bspw. Nutzbarkeit der Website angeht. Datenschutzrechtlich ist GoogleAnalytics selbstverständlich umstritten. Ich persönlich sehe dies aus eher pragmatischer Sicht, aber auf die genauen Umstände des Datenschutzes in der Boxedpages Community gehe ich in der nächsten intern.-Ausgabe Anfang Juni ein.
Was viel wichtiger ist: Dieses Tracking, also verfolgen bzw. beaufsichtigen der Nutzer lässt sich auch deaktivieren. Google selbst hat dazu ein entsprechendes Add-On bereitgestellt um Google Analytics beim Surfen gewissermaßen zu unterbinden. Von den Internetseiten die Google Analytics verwenden ist man also nicht mehr zu sehen und taucht auch in keiner einzigen Statistik auf.

Außer diese verwenden soziale Plugins oder Cookies. Oder anders ausgedrückt wer in einem sozialen Netzwerk angemeldet ist, denn braucht dieser Abschnitt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu interessieren. Es geht explizit um Cookies welche von Facebook, Google und mittlerweile auch Twitter quer durch das gesamte Internet verteilt sind und natürlich auch auf allen Seiten mit Integration sozialer Netzwerke. Cookies sind in der Regel kleine Textdateien welche im Verlaufe einer ganz normalen Sitzung im Internet angelegt werden. Ob es nun bei einem Online-Shop ist um der Website es zu ermöglichen welche Artikel gerade im Warenkorb liegen, oder einer ganz normalen Website mit Nachrichten: In erster Linie sollen Cookies es dem Webentwickler erleichtern sowohl die administrative Arbeit als auch das Monitoring der eigenen Site. Für den Anwender geben Cookies in der Regel auch einen gewissen Komfort, bspw. kann er damit das Anmeldeprozedere bei einer Webseite umgehen und wird eben auch als entsprechender registrierter Nutzer direkt erkannt. Anderseits sind dann eben noch die vielen schlechten Cookies unterwegs welche vorrangig wirklich nur die Gewohnheiten der Nutzer ausspionieren aber dem Endanwender keinen Nutzen bringen.

Die Geschichte der Cookies im Internet ist also schon etwas älter und die Stimmen um Cookies sind zwei geteilt. Wie man mit seinen Cookies umgeht bleibt einem in der Regel also selbst überlassen.
Wenn man sich also von den Cookies trennen möchte gibt es nur einen Weg: Das löschen der Cookies. Leider gibt es in diesem Sinne keine Tools welche es einem helfen zu unterscheiden ob man jetzt nützliche oder schlechte Cookies löscht. Aber immerhin gibt es zumeist systeminterne Programme wie bspw. die Windows Datenträgerbereinigung welche in der Lage sind sämtliche Cookies zu löschen. Zumindest solange bis wieder aktiv im Internet gesurft wird. Denn ab diesem Zeitpunkt versuchen die Webseiten und Social Networks ihre Cookies wieder anzulegen. Selbstverständlich erst sobald eine Seite angesteuert wird welche Cookies verteilt. Aber auch generell bezüglich der Performance ist es empfehlenswert den Cache der einzelnen Browser relativ regelmäßig zu leeren.

Im nächsten Teil des Anonymitäts-Leitfadens für das Internet werde ich auf alle nötigen Tools und Plugins eingehen, welche mittlerweile nötig sind um im Internet auch ohne jedes Mal den kompletten Cache zu leeren ein anonymes Surfen ermöglichen.

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