Trapwire – Überwachungsgesetz

Wir haben schon des Ofteren über Systeme und Mechanismen berichtet die uns gegen Terroristen schützen sollen. Vor rund einer Woche hat nun dank Wikileaks ein amerikanisches Pendant zu INDECT et. al. Schlagzeilen gemacht. Ein softwarebasiertes System, welches durch diverse Technologien wie Gesichtserkennung und Rasterfahndung potentielle Terroristen ausfindig machen soll. Der Name der Software ist Programm, Trapwire – zu deutsch: Fallen/Stolperdraht – erkennt vollautomatisch diverses Verhalten in der Öffentlichkeit und im Netz und leitet die Informationen der entsprechenden Personen an die Auftraggeber weiter. Hauptsächlich werden Videodaten von Kameras an öffentlichen Plätzen, in Casinos und U-Bahnen sowie Flughäfen oder Banken gesammelt. Hinzu kommen Online-Daten und andere Datenbankinformationen. Es soll eine – fast lückenlose – Überwachung von Zielpersonen möglich sein.

Laut einer Aussage auf der eigenen Hompage will Trapwire Inc. einen Paradigmenwechsel in der Strafverfolgung weiter vorrantreiben, es soll nicht mehr nur zu einer Schadensregulierung im Falle von Verbrechen kommen, sondern eine auf Prävention basierende Polizeiarbeit geleistet werden. Was verschwiegen wird dürfte einer der Hauptanreize für die ganze Spionageindustrie sein, die hohen Umsätze die jedes dieser Unternehmen macht. Wer das ganze mal gerne überspitzt und in Szene gesetzt sehen will, der möge doch bitte einen Tom Cruise Film aus dem Jahr 2002 anschauen.

Auch in Europa und Deutschland wird fieberhaft daran gearbeitet solche Systeme zu implementieren, natürlich nur zum Schutz der Bürger! Bisher wurde offiziell nur von diesem geredet, dem Schutz der Bürger vor Terroristen. Im Zuge der Wikileaks-Veröffentlichung: The Global Intelligence Files wurde eine Information zu Tage gefördert, welche die Vorahnung von millionen Menschen weiter festigt. Die E-Mail findet ihr hier.

Regarding SF landmarks of interest–they need something like Trapwire
more for threats from activists than from terror threats. Both are
useful, but the activists are ever present around here.

Es ist davon die Rede, dass die Überwachungstechnologien in San Francisco mehr gegen Aktivisten eingesetzt werden sollten, diese seien wesentlich präsenter. Falls die Politik der USA weiter ihren Lauf nimmt, wird Lebensstandard und Situation der meisten Menschen dort weiter fallen und es ist mit Ausschreitungen zu rechnen. Ich vermute man will sich auf solche Situationen vorbereiten. Kurz nach der Veröffentlichung der Trapwire-Infos stand Wikileaks unter einer heftigen DDoS Attacke (bis zu 10Gbit/s), die Seite war vorübergehend nicht mehr zu erreichen. Eine Gruppe auf Twitter, die sich AntiLeak nennt, hat sich wohl dazu bekannt, deren Integrität ist meiner Meinung nach stark anzuzweifeln. Weitere Informationen zu den Umständen und dem Programm findet ihr in diesem Zeitartikel.

 

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